Der Tag startete in aller Frühe, da wir den Zug von Jaipur nach Agra um 8 Uhr morgens nehmen wollten, so dass wir um 13 Uhr in Agra sind. Pünktlich um 7 Uhr waren wir startklar, aber der Zug war es nicht! Eine große Anzeigetafel vertröstete uns auf 14 Uhr. Von einem Bahnangestellten erfuhren wir, dass der Zug noch nicht in Agra angekommen ist, sprich noch nicht einmal Richtung Jaipur aufgebrochen war.

Wat wells de mache?

Wir haben uns dem Schicksal gefügt, ein Café gesucht, Karten gespielt und gewartet.
Pünktlich um 2 Uhr standen wir wieder Abfahrtbereit am Bahnhof – aber noch immer keine Spur vom Zug. Auf der Anzeigetafel erschien eine neue Abfahrtszeit: 15:30.

Et is wie et is!

Dann aber war es Zeit für ein

Wat soll de Käu?

denn auf keiner der Anzeigetafeln stand unser Zug mehr angeschrieben. Beim Station Master erfuhren wir, dass der Zug doch erst um 17 Uhr kommen würde. Nachdem wir die Universalfrage in den Raum geschmissen hatten, besannen wir uns auf das zweite Grundgesetz

Et kütt wie et kütt!

Abwarten und Chai trinken!
Als wir um 18 Uhr mit 10 Stunden Verspätung im Zug saßen, dachten wir

Et hätt noch emmer joot jejange!

Es ist bewiesen: das Kölner Grundgesetz hilft einem Reisenden in Indien entspannt alle Hindernisse zu überwinden. Danke Joe und Kristin, dass ihr uns diese Weisheiten mit auf die Reise gegeben habt!

 Maach et joot ävver nit zo off!
Caro  & Tobi