Nach Indien setzten wir unsere lange Reise in Laos fort. Auf der Landkarte ähnelt dieses Land einer Sternschnuppe. Wenn man am Himmel eine Sternschnuppe entdeckt, so darf man sich was wünschen. Tobi wünschte sich nach Indien ein wenig Ruhe und ich wünschte mir einen guten Kaffee nach einem Monat Abstinenz. Es sei vorweg genommen: unsere Wünsche wurden erfüllt!

Nach einer Reise von über 24 Stunden erreichten wir Pakxe im Süden von Laos. Die Stadt hat nicht viel zu bieten, ist aber ein beliebtes Sprungbrett um sowohl weiter in den Norden, als auch in den Süden zu den 4000 Inseln zu gelangen. Zuerst wollten wir aber das nahe gelegene Bolavenplateau erkunden.

Bolavenplateau
Die Hochebene, das Bolavenplateaus, ist bekannt für seine wunderschöne Landschaft.
Die fruchtbare Erde der Vulkanlandschaft sorgt für eine saftig grüne Vegetation. Die milden Temperaturen ermöglichen den Anbau von Gemüse, Gewürzen und Früchten. So weit das Auge reicht sieht man dichten Dschungel, Obst- und Kaffeeplantagen. Am Straßenrand kommt man an Bergen von Wassermelonen vorbei und auf  Plastikplanen werden kiloweise Gewürze und Kaffeebohnen getrocknet.
Eine weitere Besonderheit des Plateaus sind die zahlreichen Wasserfälle (Tad genannt).

Für umgerechnet 4 Euro am Tag mieteten wir uns zwei Roller und erkundeten innerhalb von drei Tagen die Hochebene. Nach dem Führerschein wird man übrigens nie gefragt. Der Verkehr war das komplette Gegenteil von Indien: einfach nur total entspannt.
Die Straßen waren nicht stark befahren. Laoten (jeden Alters) fahren größtenteils Roller und wenn man sich ein Auto leisten kann einen Pickup. Egal ob Roller, Pickup, Minivan oder Reisebus, alle fuhren sehr gemächlich. Niemand hupte und wenn man von einem Auto überholt wurde, so hielt dieser ausreichend Sicherheitsabstand. Alle total entspannt!
Das wichtigste beim Fahren der Leihroller war das vorausschauende Fahren, denn die Bremsen waren schlecht und der Bremsweg dementsprechend lang. Die Roller konnten Spitzengeschwindigkeiten von 100 km/h erreichen, aber wie gesagt: hier fährt man eher gemächlich.
Die Straßen waren gut befahrbar, mal abgesehen von einigen Schlaglöchern und Sandpisten.
Die Tour war großartig. Man sah viel von der Landschaft und konnte seine eigene Reisegeschwindigkeit bestimmen.

Am letzten Tag der Tour nahmen wir an einem Coffee-Workshop bei einem verrückten Niederländer namens Koffie (‚Niet Mr koffie, maar slechts koffie. Op mijn ID-card staat Cornelison, maar zo noemt mij niemand.‚) teil. Ohne zu übertreiben, können wir behaupten, dass wir dort den besten Kaffee unseres Lebens getrunken haben! Aus einer Tasse wurden zwei, drei, vier…. am Ende des Tages hatten wir Herzrasen. 😉
Der Workshop war wirklich super. Täglich konsumieren wir Kaffee ohne wirklich viel von diesem leckeren Getränk zu wissen. Bei einem Spaziergang über die Kaffeeplantagen erklärte uns Koffie die Besonderheiten und Unterschiede der verschiedenen Kaffeepflanzen. Beim anschließenden Rösten lernten wir die Qualitätsmerkmale des Kaffees kennen und beim Kochen des Kaffees wurde uns beigebracht wie der unterschiedliche Kaffeegeschmack zu Stande kommt.
Am Ende des Workshops weiß man das Getränk nur noch mehr zu schätzen und zu lieben.

Liebe Grüße,
Caro und Tobi

 

Links
http://www.paksong.info/laos_coffee_workshop.php