Nach einem kurzen Stopp in der Hauptstadt Vientiane ging es weiter nach Vang Vieng.

Vang Vieng – die verruchte Party-Stadt Südostasiens. Hier hat man sich auf junge und partygeile Touristen mit einem kleinen Geldbeutel eingestellt.
Restaurants und Bars locken die Gäste mit Angeboten wie „Buy 2 Beer, get 1 free.“ oder „Free Whiskyshot with every Beer.“. Die Restaurants trumpfen eher mit günstigen Preisen als mit gutem Essen. Aber für die Wahl eines Restaurants ist auch nicht die Gourmetzunge entscheidend, sondern die Lieblingsfernsehserie. Man hat die Auswahl um entweder von Friends, Family Guy oder South Park 24 Stunden lang beschallt zu werden. Wer sich etwas schlapp fühlt, den bringt auch hier Happy-Food wieder auf die Beine, oder eben auch nicht.
Ein absolutes muss für das Partyvolk ist das Tubing. Mit einem Tuktuk geht es ein paar Kilometer Flussaufwärts, von wo aus man sich in einem großen Schlauch mit der Strömung flussabwärts treiben lässt. Auf dem Weg nach Vang Vieng kommt man an einigen Bars vorbei, in denen Trinkspiele auf einen warten.

Seit letztem Jahr ist Laos bemüht dem ganzen Partytrubel Einhalt zu gebieten. Überall hängen Schilder mit der Bitte sich doch etwas anzuziehen und nicht in der Öffentlichkeit Intimitäten auszutauschen. Auch das beliebte Tubing wurde in seine Schranken gewiesen. Jährlich sterben einige betrunkene Touristen dabei, weil Sie vollkommen betrunken den Strömungen hilflos ausgeliefert sind. Lächerlicher Tod. Anstelle von 30 Bars entlang der Tubingstrecke, sind mittlerweile nur noch vier Bars geöffnet.

Die Umgebung von Van Vieng hat so viel mehr zu bieten. Wer einmal seinen Blick vom Lao Beer erhebt, entdeckt eine wahrhaft schöne Karstlandschaft. Rundherum ragen zahlreiche kleine, saftig grün bewachsene Felsen in die Luft. Mit dem Rad oder dem Roller lässt sich die Landschaft gut erkunden. Unweit entfernt von Vang Vieng kann man Höhlen und Lagunen einen Besuch abstatten. Nicht jede Höhle ist auch tatsächlich einen Besuch wert. So sind wir mit dem Rad einen ziemlich holprigen Weg durch den tiefsten Dschungel gefolgt um an eine „schöne Höhle mit Schwimmgelegenheit“ zu gelangen. Das Ende vom Lied war, dass wir über Reisfelder und einsturzgefährdete Bambusbrücken liefen, nur um an einen gottverlassenen Ort zu gelangen, welcher alles andere als einladend war mit seinen vielen riesigen Spinnennetzen.
Traumhaft dahingegen war die Blue Lagoon. Der Name stammt vom schönen türkis-blauem Wasser. Wir hatten Glück, dass wir die Lagune fast für uns alleine hatten, denn bei strahlendem Sonnenschein scheint sie eine Scharr von Besuchern anzuziehen. Zusammen mit einem französischen Pärchen wagten wir den Sprung ins Wasser. Es war fantastisch! Von einem Baumstamm konnte man metertief ins Wasser springen. Aber das Highlight war die „Liane“. Ein Seil an dem man sich festhalten konnte und ins Wasser springen konnte. Spaß garantiert!

Bei einem  bei Uncle Tom steigerten wir uns von 0-Erfahrung zu 100% Spaß beim Motorradfahren. Tom strahlte viel Lebensfreude aus und war ein Meister darin sowohl das Vertrauen ins Motorrad als auch ins eigene Können zu vermitteln. Nach einer kurzen Einweisung in die Fahrtechnik, ging es raus in den Straßenverkehr. In Laos ist es wohl egal, ob man einen Führerschein hat oder nicht ;-).  Wir fuhren durch die wunderschöne Landschaft von Vang Vieng, hielten an einem Kiosk und lernten eine nette laotische Familie kennen. Wir fuhren durch kleine Dörfer in die sich sonst kaum ein Tourist verirrt. Nach der Tour ging es auf einen Schotterplatz (oder wie Tom zu sagen pflegt Spielplatz), wo wir ein paar Übungen machten bevor es dann „ernst“ wurde. Wir fuhren eine Offroadstrecke durch den Dschungel und das hat richtig richtig richtig viel Spaß gemacht. Wir bezwangen steile Abhänge und Anstiege. Am Ende des Tages strahlten wir bis über beide Ohren.

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