Frankreich und Laos haben eine gemeinsame Vergangenheit, auch wenn diese (laut den befragten französischen Touristen) im französischen Geschichtsunterricht kaum erwähnt wird:

Laos war von 1893 bis 1954 eine französische Kolonie. 

Frankreich erhoffte sich eine rohstoffreiche Kolonie und neue Handelswege, allerdings kostete die Kolonie mehr Mühe und Gelder. Laos konnte die gestellten Ansprüche nicht erfüllen.
Laos hat unter der Kolonialzeit sowohl gelitten, als auch vom Einfluss der Franzosen profitiert. Laoten wurden durch die Franzosen unterdrückt und konnten keine hohen Ämter besetzten. Die Kehrseite ist, dass es wohl ohne die französische Kolonialmacht heute wahrscheinlich keinen laotischen Nationalstaat geben würde. Historiker gehen davon aus, dass das Land ohne Frankreich zwischen Thailand und Vietnam aufgeteilt worden wäre.

Noch heute ist der Einfluss von Frankreich unverkennbar.
Bei der Zimmersuche sind französische Sprachkenntnisse vom Vorteil, denn die ältere Generation spricht besser Französisch als Englisch. Straßenschilder und Schriftzüge an Regierungsgebäude sind auf Französisch.
An zahlreichen Straßenständen bekommt man Baguette und Crepes. Frühstücken kann man in einen der zahlreichen French Bakery’s, in denen man neben Baguette (naturelement) auch Croissants und Eclairs bestellen kann.
An den Straßen und auf Schulhöfen sieht man Alt und Jung Boules spielen (wobei die ältere Generation gerne um eine weitere Runde LaoBeer spielt).
Aus der Kolonialzeit stammen noch viele prächtige Gebäude, die westlichen Flair versprühen. 

Kein Wunder, dass man in Laos so viele französische Touristen trifft.

Bisous,
Caroline et Tobias